Beschreibungen
An einem bedeckten Samstagnachmittag lief ich vom Hauptbahnhof Richtung Innenstadt, auffällig gekleidet und gut gelaunt. Als ich so Musik hörend die Straße entlanglief, stieß ich aus Platzgründen fast mit einer Afro-Amerikanerin zusammen. Als sie abrupt stehen blieb und mich geschockt anstarrte. konnte ich nicht anders als mich aus Gewohnheit heraus zu entschuldigen. Sie fing jedoch sofort an, freudestrahlend in englischer Sprache auf mich einzureden. "Oh, nice cap you got there", plapperte sie als sie in Richtung meines Kopfes gestikulierte. Sie meinte meine Wollmütze in zufällig bunten Rasta-Farben, die ich aufgrund des fehlenden Frühlings dieses Jahres noch immer stolz trug. Auch meine knallbunten Handschuh-Fäustlinge in Regenbogenfarben, die ich an jeder Hand trug schienen es ihr angetan zu haben. Ich berichtete ihr von der Beschaffung der beiden "Reggae-Stuff"-Teile, wie sie meine unten Wegbegleiter wiederholt betitelte. Zuerst beteuerte sie ihr Interesse an den Teilen, und fragte mich des öfteren, wo ich sie denn her hätte, was ich immer mit "London" beantwortete. Das schien sie nicht zufrieden zu stimmen und sie entschied sich daher dafür, einen Frontalangriff zu starten und mich direkt zu fragen, ob ich ihr denn nicht ein "REGGAE-GIFT" geben könnte. Ich lehnte wiederholt lächelnd ab und versuchte, freundlich und dezent meinen Weg fortzusetzen. Als dann auch noch der Freund der Frau auftauchte und mich nach etwas Gras fragte, war mir endgültig klar: ich muss hier weg! Sie beteuerte dann noch ein paar mal, dass sie mich doch vom "irgendwas"-Festival von letzter Woche kennt. Mir war allerdings klar, dass das nicht der Fall war, also suchte ich lächelnd und nickend das Weite.
Den Rest des Tages konnte ich nur noch grinsen, als ich mir dieses 3-minütige Erlebnis ins Gedächtnis zurückrief.
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